Tracht und Kleidung
Was man zum Kocherlball anzieht
Dirndl, Lederhose oder das gute Sonntagsgwand: was zu einem Julimorgen um sechs passt, woran die Kleidung der Dienstboten erinnert und warum die Schuhe am meisten zählen.
Der Grundsatz
Gern gesehen, nicht vorgeschrieben
Kaum irgendwo sieht man in München so viel Tracht auf einmal wie an diesem Morgen, und trotzdem schreibt sie niemand vor. Am Eingang wird keiner gemustert. Es gibt ja nicht einmal einen Eingang.
In Jeans kommt trotzdem kaum jemand. Dirndl, Lederhose, Janker oder das gute Sonntagsgwand gehören zu diesem Morgen wie die Blechmusik. Am schönsten ist, wer sich an die Kleidung der Dienstboten hält, denen der Ball seinen Namen verdankt: schlichter Rock, Schürze, Haube, Leinenhemd, Weste. Das ist keine Verkleidung, sondern eine Verbeugung.
Konkret
Was sich bewährt hat
Für sie
- Dirndl mit Schürze, lieber das schlichte aus Baumwolle als das festliche.
- Nach Art der Dienstboten: knöchellanger Rock, Bluse, Schürze, Haube oder Kopftuch.
- Flache, feste Schuhe, denn getanzt wird auf Kies.
- Strickjacke oder Schultertuch gegen die Kühle vor Sonnenaufgang.
Für ihn
- Lederhose mit Haferlschuhen, Hemd, Weste oder Janker.
- Nach Art der Dienstboten: Leinenhemd, Weste, Arbeitsjanker, Hut.
- Wer keine Tracht besitzt: dunkle Hose, helles Hemd. Das genügt.
- Eine Jacke für die ersten Stunden, sie ist schnell ausgezogen.
Fragen zur Kleidung